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Druckstellen im Skischuh - was tun?


Wissen Sie wieso Skifahren so beliebt ist? Weil jeder Skitag immer mit einem AHA-Erlebnis zu Ende geht. Das ist der Moment, in dem Sie Ihre Skistiefel ausziehen dürfen. Damit Sie den Skitag nicht vorzeitig beenden müssen, zeige ich Ihnen ein paar vorbeugende Maßnahmen und Lösungen für die häufigsten Passformprobleme beim Skistiefel.

Problem schlechter Halt

Beim Kauf: Achten Sie auf die richtige Schalengröße und Breite des Skischuhs. Er muss sehr gut anliegen, eher leicht zu eng sein, da sich der Innenschuh in den ersten Tagen an den Fuss anpasst und dadurch etwa eine Sockenstärke weiter wird. Normalerweise kann man heute bei den Skistiefeln die Größe nehmen die man auch beim Sportschuh hat. Eine Nummer größer geht bei breiten Füssen auch noch, zwei Nummern sind auf jeden Fall zu groß. Sie rutschen nachher im Skischuh umher und die Kraftübertragung auf den Ski geht verloren und Sie fühlen sich unsicher.

Nach dem Kauf: Was tun wenn der Skistiefel doch zu groß gekauft wurde?

Tipp 1 - kaufen Sie sich dickere Skistrümpfe oder ziehen Sie zwei Paar an. Reicht das nicht, nehmen Sie die Einlegesohle heraus, schneiden aus Kork oder einem ähnlichen wasserfesten und weichen Material in der Form der Sohle eine Platte aus und legen diese in den Innenschuh und darauf wieder die Einlegesohle.

Tipp 2 - rutschen Sie in der Ferse hoch, kaufen Sie sich im guten Skifachgeschäft selbstklebende Schaumstoff-Winkel die Sie hinten auf den Innenschuh kleben (lassen).

Problemzone Köchel

Beim Kauf: Gehen Sie beim Probieren mehrmals stark nach vorne in die Knie und achten Sie auf Reibe- oder Druckstellen im Knöchelbereich des Skischuhs.

Nach dem Kauf: Druckstellen an den Knöcheln haben meist zwei Ursachen - Ihre Knöchel und die Aussparung im Innenschuh liegen nicht übereinander, oder der Skistiefel ist zu groß und der Knöchel rutscht hin und her. Dieses Problem lässt sich in der Regel vom Fachmann beheben. 

Tipp 1 - haben Sie ein Schuhmodell mit wärmeverformbarem Innenschuh, lassen Sie sich den Skischuh vom Verkäufer noch einmal anpassen.

Tipp 2 - lassen Sie den Skistiefel von einem Skischuh-Spezialisten am Knöchel weiten oder auspolstern.

Problemzone Spann/Rist

Beim Kauf: Achten Sie darauf, daß sich die unteren Schnallen nach dem schließen noch in beide Richtungen verstellen lassen. Nehmen Sie die bequemsten Skistiefel zur Auswahl mit nach Hause und ziehen Sie diesen nocheinmal eine halbe Stunde lang an.

Nach dem Kauf: Stellt es Ihnen das Blut im Fuß ab, obwohl Sie die Schalle kaum geschlossen haben? Oder weil Sie die Schnalle so stark zuziehen müssen damit Sie genügend Halt im Skischuh haben? Dann ist Ihr Skistiefel vorne zu eng oder zu groß.

Tipp 1 - als schnelle Lösung bei zu engen Schuhen können Sie auf der Piste die Einlegesohle herausnehmen. Versuchen Sie es mit dünneren Einlegesohlen oder Skisocken um das Volumen zu verändern.

Tipp 2 - müssen Sie die Schnallen extrem zuknallen um Halt zu haben dann versuchen Sie es mit einer zusätzlichen Einlegesohle damit Ihr Fuß etwas höher kommt.

Tipp 3 - hilft das nicht, fragen Sie Ihren Skischuhspezialisten ob man bei Ihrem Modell an der Schale oder dem Innenschuh etwas ändern kann.

Problem Schienbein

Beim Kauf: Skifahrer welche das Problem Knochenhautreizung schon hatten, sind beim Probieren schon etwas sensibilisiert. Achten Sie bei der Anprobe darauf ob Sie einen punktuellen Druck am Schienbein spüren, wenn Sie mehrmals hintereinander mit voller Wucht in die Vorlage gehen.

Nach dem Kauf: Bei der Dauerbelastung beim Skifahren wird am Schienbein die Knochenhaut gereizt, was extreme Schmerzen bis hin zu offenen Wunden bedeutet. Ich kenne leider kein sicheres Mittel dagegen obwohl ich selbst mit fast jedem Skischuh bisher Probleme hatte und vieles ausprobiert habe.

Tipp 1 - probieren Sie spezielle Skistrümpfe mit gepolstertem Schienbeinbereich und achten Sie darauf, daß die Skiunterhose nicht bis in den Skistiefel reicht. Auch die Verwendung von zwei Paar Skistrümpfen übereinander kann helfen.

Tipp 2 -  Entweder man erträgt die Schmerzen oder man kauft sich so lange einen neuen Skistiefel bis das Problem nicht mehr auftritt.

Problem Sohlenbrennen

Beim Kauf: Das ist leider beim Anprobieren nicht spürbar, da es erst unter Belastung auftritt. Der Grund ist meist ein unpassendes Fussbett welches Druck auf die Nerven und Blutbahnen ausübt.

Nach dem Kauf: Das Problem Sohlenbrennen kann meistens relativ einfach behoben werden.

Tipp 1 - als schnelle Hilfe auf der Piste einfach die Einlegesohle rausnehmen.

Tipp 2 - probieren Sie verschiedene Einlegesohlen, zum Beispiel aus Ihren Sportschuhen.

Tipp 3 - lassen Sie sich von einem Skischuhspezialisten eine individuelle Sport-Einlegesohle anfertigen.

Problem Waden

Beim Kauf: Haben Sie starke Waden, achten Sie darauf daß Sie einen niedrigen Skistiefel mit großzügiger Öffnung und weit verstellbaren Schnallen wählen.

Nach dem Kauf: Bekommen Sie die Schnallen nur sehr schwer zu? Oder stellt es Ihnen das Blut ab?

Tipp 1 - achten Sie darauf, daß Ihre Schnallen bei der Lagerung immer gut geschlossen sind, sonst "verformt" sich die obere Schale und es ist ein hoher Kraftaufwand nötig um diese gerade bei Kälte in Position zu bringen.

Tipp 2 - fragen Sie Ihren Skischuh-Spezialisten ober er die Schnallen versetzten oder gegen Längere austauschen kann.

Problem Druckstellen erdulden

Viele Skifahrer beklagen sich über Schuhe die drücken. Das muss wirklich nicht sein, jedes gute Skifachgeschäft hat das Fachwissen und die Ausrüstung um die meisten Problem zu beseitigen. Wenn Sie also nach dem Kauf feststellen, daß Ihr Skistiefel nicht optimal passt, gehen Sie zurück ins Fachgeschäft und lassen Sie die Druckstelle beseitigen. Kurz nach dem Kauf wird das von den meisten Skifachgeschäften kostenlos als Serviceleistung durchgeführt. Haben Sie im Versandhandel gekauft, müssen Sie halt dafür zahlen. Mein Tipp: nicht jammern sondern handeln. Dafür sind Fachleute da.