Aktuelles

 

Scott Ski Rückenprotektoren

Anzeigen

Wann kann man Carven?  

Wann, wo und wie Sie carven können ist abhängig von Ihrem Fahrkönnen, dem verwendeten Ski und dem Zustand der Piste. Nachfolgend sehen Sie eine Grafik auf der die verschiedenen Schwungradien Maßstabsgetreu aufgeführt sind.

Um Ihnen die Dimensionen etwas bildhafter zu machen, stehen kleine rote Autos im Abstand von einer Wagenlänge auf der Piste. 1 Auto plus Abstand = 8-10 Meter.

 

Kurvenradiues Carving-Ski

       A                                        B                C                       D              E                 F

A Klassische Ski 42m Radius

Wenn Sie mit einem klassischen Ski einen gezogenen Schwung fahren würden, hätten Sie nach etwa 8 Autos eine 180° Kurve geschafft. Das entspricht ungefähr der Fahrweise eines Rennläufers der einen Super G fährt. Bei einer mittelsteilen Piste erreicht man hier problemlos Geschwindigkeiten von über 70 km/h. 

B Racecarver oder Allroundcarver 17-20m Radius

Fahren Sie mit einem Racecarver oder einem normalen Allroundcarver mit seinem natürlichen Radius eine 180° Kurve, so schaffen Sie das heute auf einer Strecke von etwa 4-5 Autos. Vorausgesetzt Sie haben eine gute Piste und viel Platz. 

C Slalomcarver 12-14m Radius

Haben Sie einen Ski mit Slalomtaillierung und genügend Kraft um hohe Kurvenkräfte durchzustehen, können Sie Ihre 180° Kurve nach 3 Autos beenden.

D Carven oder Cruisen 

Der normale "Carving"-Schwung wie ihn die meisten Skifahrer auf guten Pisten einsetzen, wird in der Regel jedoch nicht mit 180° gefahren, sondern es wird deutlich früher umgesetzt, so etwa nach 1-3 Autolängen. So kann die Strecke von Linkskurve zu Rechtskurve beliebig verändert werden, je nach dem wie schnell Sie Ihren Ski umsetzen. Dieser Fahrstil wird heute auch als Cruisen bezeichnet.

E Normales Fahren

Die meisten Skifahrer nutzen jedoch nach wie vor den gerutschten Schwung dessen Kurvenradien sich dem Gelände und der gewünschten Fahrgeschwindigkeit anpassen. Hier wird eigentlich nur der vordere Teil des Carvingskis genutzt indem die Schaufel den Ski wie mit einer Servolenkung in die Kurve "zieht". Das Ende lässt man wie beim klassischen Ski einfach wegrutschen. Als carven kann man das nicht bezeichnen, aber der Carvingski hilft hier bei der Schwungauslösung.

F Buckeliste, Kurzschwung, extrem steiles Gelände

Hier carvt nichts mehr, denn für diese Schwungform sind die Skiradien definitiv zu groß. Spezielle Buckelpistenski haben sogar die normale klassische Taillierung, denn hier würde eine breite Schaufel bzw. breites Skiende in den Buckeln hängen bleiben.  

Die Realität

Die meisten Skifahrer fahren je nach Pistenzustand D oder E-Radien und nutzen dazu eine Mischung aus gezogenen und gerutschten Schwüngen. Der Anteil an gezogenen Schwüngen liegt im Schnitt bei schätzungsweise deutlich unter 30%.

Für die echten Carving-Radien A, B und C braucht man neben dem richtigen Ski auch ein sehr gutes Fahrkönnen und gut präparierte, freie Pisten.