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Nachteile eines Carvingskis


Carvingski haben nicht nur Vorteile, sondern teilweise gravierende Nachteile die einem den Spaß in bestimmten Situationen ziemlich einschränken können.

Laufruhe

Der meistgenannte Nachteil ist die fehlende Laufruhe, verursacht durch kurze und weiche Ski. Solange Sie damit auf der Kante fahren, spielt die Länge keine Rolle. Sobald der Ski jedoch flach gestellt wird fehlt es ihm gegenüber einem langen Ski an Führung. Das kommt daher, daß der Hebel des Skis sehr kurz ist und Hindernisse wie Spurrillen, Eisblöcke oder Schneeruder versuchen den Ski aus der Spur zu bringen. Und je kürzer und leichter ein Ski ist, desto sensibler reagiert er.

Die Skiindustrie antwortet auf dieses Problem mit zwei Maßnahmen. Erstens: Die Ski werden immer breiter gebaut, das bedeutet mehr Masse und damit mehr Trägheit. Leider geht damit die Wendigkeit und Drehfreudigkeit verloren. Zweitens: die Ski werden massiver und steifer gebaut, was eine bessere Spurstabilität mit sich bringt. Allerdings gibt es dann immer wieder Ski, die so schwer zu steuern sind, daß ein alter 205er Riesenslalomski leichter zu fahren ist. In Skitests heißt es dann zum Beispiel: "bei diesem Ski brennen die Oberschenkel". Eine schöne Umschreibung für einen Prügel.

Steile Pisten  

Bei Ski mit einer sehr starken Taillierung kann es vorkommen, daß in einer steilen, harten Piste der Ski nur mit den Enden aufliegt und einen so hohen Druck erzeugt, daß der Ski sich regelrecht vorne und hinten festbeißt. Gerade für schwache Fahrer die versuchen den Hang quer herunter zu rutschen ein sehr unangenehmes Gefühl.

Sehr lange Schwünge

Versuchen Sie mit einem Ski einen deutlich größeren Radius zu fahren als sein natürlicher Radius ist, versucht dieser "seinen" Radius zu fahren weil der Druck auf die Schaufel dem Ski sagt, zieh mich in die Kurve. Mit einem Slalomski einen sauberen langen Schwung zu fahren ist fast unmöglich. Der Ski eiert durch die Kurve und Sie müssen dauern korrigieren um auf "Ihrer" Linie zu bleiben.

Buckelpisten

Die Meisten denken bei einer Buckelpiste an möglichst kurze Ski. Das sind in der Regel Slalomcarver oder Ski mit einer sehr starken Taillierung. Diese haben jedoch zwei gravierende Nachteile. Erstens: sehr stark ausgestellte Skienden "krallen" sich in die Buckel und haben dadurch einen sehr hohen Widerstand und fahren sich sehr ruppig. Zweitens: sportliche, kurze Ski sind sehr elastisch. In der Buckelpiste werden die Skienden stark nach oben gebogen. Der Ski versucht natürlich sofort wieder in seine natürliche Lage zurückzukehren, was je nach "Härte" einen mehr oder weniger starken Beschleunigungseffekt bewirkt. Ein wenig Rücklage dazu und der Ski geht einem unter dem Hintern weg. Und Tschüss! Buckelpistenprofis fahren deshalb nach wie vor Ski mit der klassischen Taillierung.